Am Mittwochnachmittag gegen 16:20 Uhr alarmierte die Leitstelle die Ortsfeuerwehren aus Röddensen, Kolshorn und Lehrte zu einem vermeintlichen Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 443 zwischen den Ortschaften Röddensen und Burgdorf. Grundlage für die Alarmierung war ein automatischer Notruf, der von einem Mobiltelefon abgesetzt wurde, bei dem jedoch kein direkter Sprechkontakt möglich war. Im Hintergrund waren deutliche Verkehrsgeräusche wahrzunehmen.
Großangelegte Suche nach Unfallstelle
Da bei automatischen Notrufen ohne weitere Informationen von einem schweren Unfall ausgegangen wird, wurden umfangreiche Einsatzkräfte mobilisiert. Die Feuerwehrleute suchten intensiv entlang der angegebenen Strecke nach einer verunfallten Person oder einem Unfallfahrzeug. Trotz der akribischen Suche konnten zunächst keine Hinweise auf einen Unfall gefunden werden.
Handy als Ausgangspunkt der Ermittlungen
Im Verlauf der Suche entdeckten Einsatzkräfte aus Kolshorn ein verlorenes Mobiltelefon am Straßenrand. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch keine Person in der Nähe, die mit dem Gerät in Verbindung gebracht werden konnte. Die Einsatzkräfte warteten auf das Eintreffen der Polizei, um die Situation weiter zu klären.
Kontaktaufnahme und Aufklärung
Während die Einsatzkräfte noch vor Ort waren, klingelte das gefundene Handy. Die anrufende Mutter wurde vom Ortsbrandmeister aus Kolshorn beruhigt, nachdem sie zunächst befürchtete, ihre Tochter sei verunglückt. Stattdessen meldete sich die Feuerwehr am anderen Ende der Leitung.
Kurze Zeit später erschien die Tochter am Einsatzort und konnte ihr Handy, das trotz eines Sturzes noch funktionstüchtig war, wieder in Empfang nehmen. Sie erklärte, das Mobiltelefon versehentlich auf dem Autodach ihres Fahrzeugs liegen gelassen zu haben. Das Handy war erst kurz vor der Ortschaft Röddensen vom Dach gerutscht.
Ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit
Interessanterweise hatte es im Juli des Vorjahres an nahezu derselben Stelle einen vergleichbaren Einsatz gegeben, bei dem ebenfalls ein Mobiltelefon vom Autodach gefallen war und einen automatischen Notruf ausgelöst hatte. Solche Vorfälle verdeutlichen die Herausforderungen bei der Interpretation automatischer Notrufe im Straßenverkehr.
Eingesetzte Kräfte und Ablauf
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Röddensen, Kolshorn und Lehrte mit insgesamt fünf Fahrzeugen und 24 Einsatzkräften. Zusätzlich waren der Feuerwehrpressesprecher, der Rettungsdienst sowie die Polizei vor Ort. Nachdem die Lage geklärt war, konnten die Einsatzkräfte den Einsatz ohne weitere Maßnahmen beenden.
Fazit
Der Vorfall zeigt, wie automatische Notrufe bei fehlendem Sprechkontakt zu einer schnellen und umfassenden Alarmierung führen können. Die Einsatzkräfte handeln in solchen Fällen stets nach dem Prinzip der größtmöglichen Vorsicht, um mögliche Gefahren für Verkehrsteilnehmer und Unfallopfer frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst war auch diesmal entscheidend für ein schnelles und sicheres Einsatzende.

