Am Samstagnachmittag des 21. März 2026 kam es in Möglingen zu einem Betrugsfall, bei dem ein bislang unbekannter Mann einen 68-jährigen Pkw-Fahrer um einen dreistelligen Geldbetrag brachte. Die Polizei Ludwigsburg ermittelt und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Vorfall auf der Ludwigsburger Straße
Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat zwischen 15:30 und 16:00 Uhr auf der Ludwigsburger Straße, in einer Parkbucht nahe der Einmündung zur Landesstraße 1140 (L1140). Dort stand ein grauer Audi mit Essener Kennzeichen (E-), in dem der unbekannte Täter saß.
Der Mann machte den 68-jährigen Fahrer durch Winken auf sich aufmerksam und bat ihn um Hilfe. Er gab an, kein Geld zum Tanken zu haben und verwies darauf, dass seine Mutter im Krankenhaus liege. Aufgrund dieser vorgetäuschten Notlage zeigte der Senior Hilfsbereitschaft.
Übergabe des Geldes nach Bankbesuch
Gemeinsam begaben sich die beiden Männer zu einer nahegelegenen Bank, wo der 68-Jährige einen dreistelligen Betrag abhob. Dieses Geld übergab er anschließend dem unbekannten Täter. Es wurde vereinbart, dass der Betrag am Folgetag zurückgezahlt werden sollte.
Bis zum Zeitpunkt der polizeilichen Meldung, einige Tage nach dem Vorfall, hatte der Senior sein Geld jedoch nicht zurückerhalten. Der Täter ist weiterhin unbekannt und hat sich bislang nicht gemeldet.
Beschreibung des Tatverdächtigen
Die Polizei beschreibt den Tatverdächtigen als etwa 20 bis 30 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und schlank. Er habe schwarzes, gewelltes Haar sowie einen Dreitagebart getragen. Das Fahrzeug, ein grauer Audi, trug demnach Kennzeichen aus Essen.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Polizeiinspektion Asperg bittet Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 07141 1500170 oder per E-Mail an kornwestheim.prev@polizei.bwl.de zu melden. Auch Zeugen, die den grauen Audi oder den beschriebenen Mann in der Umgebung der Ludwigsburger Straße gesehen haben, werden gebeten, Kontakt aufzunehmen.
Die Polizei weist darauf hin, bei ähnlichen Situationen vorsichtig zu sein und keine größeren Geldbeträge an unbekannte Personen zu übergeben. Im Zweifel sollten Angehörige oder Polizeidienststellen kontaktiert werden.
Prävention gegen Betrugsmaschen
Betrugsversuche mit vorgetäuschten Notlagen sind keine Seltenheit und erfordern Aufmerksamkeit. Gerade ältere Menschen werden häufig gezielt angesprochen. Die Polizei empfiehlt, sich vor der Hilfeleistung ausreichend zu vergewissern und im Zweifelsfall Hilfe durch Dritte oder Behörden einzuholen.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall in Möglingen dauern an.

