In den frühen Morgenstunden des 2. März 2026 ereignete sich in Bornheim-Roisdorf ein versuchtes Tötungsdelikt, bei dem eine brennbare Flüssigkeit an der Hauseingangstür eines Mehrparteienwohnhauses in der Siegesstraße ausgebracht und entzündet wurde. Zum Tatzeitpunkt hielten sich rund zehn Personen im Gebäude auf.
Brandanschlag weckt Bewohner und verletzt Hausbewohner
Durch den Alarm eines Rauchmelders, der im Gemeinschaftsflur installiert ist, wurden die Bewohner des Erdgeschosses geweckt. Sie konnten den bereits brennenden Bereich an der Tür selbstständig löschen. Dabei erlitt ein 43-jähriger Hausbewohner eine Rauchgasverletzung. Die Feuerwehr war ebenfalls im Einsatz, um die Situation zu sichern.
Umfangreiche Ermittlungen durch Mordkommission
Aufgrund der Schwere der Tat übernahm eine Mordkommission der Bonner Polizei unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Thomas Winterscheidt die weiteren Ermittlungen. In enger Abstimmung mit der Bonner Staatsanwaltschaft unter Oberstaatsanwältin Claudia Heitmann wird der Fall intensiv bearbeitet.
Videomaterial und DNA-Spuren führen zu Tatverdächtigem
Im Rahmen der Ermittlungen konnte festgestellt werden, dass sich der Tatverdächtige mit einem E-Scooter dem Tatort genähert hatte. Dabei wurde er an einem nahegelegenen Bahnübergang videografiert. Zudem ergab die Analyse von am Tatort gesicherter DNA einen Treffer zu einer DNA-Spur, die bereits bei einem Raubüberfall am 8. Dezember 2023 in Bornheim-Roisdorf gefunden wurde.
Bei diesem Raubüberfall hatten zwei maskierte Männer unter Vorhalt einer Schusswaffe einen Kiosk an der Bonner Straße überfallen. Auch von diesem Tatgeschehen existiert Videomaterial, auf dem der Tatverdächtige zu sehen ist. Auffällig ist eine mögliche Tätowierung an seiner linken Hand, die in der aktuellen Fahndung berücksichtigt wird.
Foto-Fahndung veröffentlicht: Polizei bittet um Hinweise
Da die bisherigen Ermittlungen noch nicht zur Identifizierung des Tatverdächtigen geführt haben, wurden auf richterlichen Beschluss hin Fotos veröffentlicht. Diese sind im Fahndungsportal der Polizei Nordrhein-Westfalen abrufbar. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und darum, sich bei sachdienlichen Hinweisen an das Kriminalkommissariat 11 in Bonn zu wenden.
Kontaktmöglichkeiten für Zeugen
Zeugen, die Angaben zur Identität des Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich telefonisch unter der Rufnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an KK11.Bonn@polizei.nrw.de zu melden. Die Polizei versichert, dass alle Hinweise vertraulich behandelt werden.
Weitere Ermittlungen und Sicherheitsmaßnahmen
Die Ermittlungen dauern an, um die Hintergründe der Tat sowie den genauen Ablauf zu klären. Die Polizei betont, dass die Sicherheit der Bewohner und der Allgemeinheit höchste Priorität hat. Es wird empfohlen, bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei zu informieren.

