Bei Kontrollen am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf hat die Bundespolizei in kurzer Zeit fünf Haftbefehle vollstreckt. Drei der Festgenommenen wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Am Samstagabend um 20 Uhr kontrollierten die Beamten einen ukrainischen Reisebus und nahmen eine 21-jährige Ukrainerin fest. Gegen sie lag ein Haftbefehl des Amtsgerichts Mühldorf wegen besonders schweren Betrugs vor. Die Frau war im letzten Jahr nicht zu ihrer Gerichtsverhandlung erschienen, was zu ihrer Fahndung führte. Sie wurde in die JVA Chemnitz gebracht.
Nur eine Stunde später wurde ein 45-jähriger Litauer in einem Pkw kontrolliert. Auch gegen ihn lag ein Haftbefehl vor, ausgestellt von der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen besonders schweren Raubes. Der Mann muss noch 854 Tage seiner Freiheitsstrafe verbüßen, zudem war ihm die Freizügigkeit entzogen worden. Nach der Festnahme wurde er in die JVA Bautzen überführt.
In der Nacht zum Sonntag, gegen 00:10 Uhr, wurde ein 40-jähriger Pole kontrolliert. Er war wegen Trunkenheit im Verkehr gesucht. Da er die geforderte Geldstrafe von 1.229 Euro nicht bezahlen konnte, wurde er zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe in die JVA Bautzen eingeliefert.
Am Sonntagabend um 22:25 Uhr wurde ein 26-jähriger Tscheche festgenommen, der wegen eines Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz von der Staatsanwaltschaft Freiburg im Breisgau gesucht wurde. Er konnte die Geldstrafe von 3.084 Euro begleichen und setzte seine Reise fort.
Am frühen Montagmorgen um 5 Uhr kontrollierten die Beamten einen weiteren 26-jährigen Polen. Bei der Fahndungsabfrage ergaben sich fünf Ausschreibungen, darunter ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Leipzig wegen Betrugs. Nach Zahlung einer Geldstrafe von 1.903 Euro durfte auch er seine Reise fortsetzen.

