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    Bundesweite Razzia gegen organisierte Schwarzarbeit im Abbruchgewerbe – Vier Haftbefehle vollstreckt

    Blaulicht Nachrichten RedaktionBy Blaulicht Nachrichten Redaktion18. März 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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    Einsatzkräfte bei Durchsuchung im Abbruchgewerbe
    Einsatzkräfte des Hauptzollamts Frankfurt am Main bei der Durchsuchung im Rahmen der Ermittlungen gegen organisierte Schwarzarbeit
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    Am 18. März 2026 führte das regionale Ermittlungszentrum der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Frankfurt am Main im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main eine großangelegte bundesweite Durchsuchungsaktion durch. Insgesamt waren rund 380 Einsatzkräfte in sechs Bundesländern beteiligt, darunter Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Sachsen-Anhalt.

    Umfangreiche Durchsuchungen in 37 Geschäftsräumen und Wohnungen

    Die Einsatzkräfte durchsuchten 37 Geschäftsräume und Wohnungen an verschiedenen Standorten, unter anderem in Frankfurt am Main, Offenbach, Wiesbaden, Bielefeld, Würselen, Wiesloch, Schwetzingen, Eisenberg, Halle, Aichach sowie im Odenwaldkreis. Ziel der Maßnahmen war die Aufklärung von Verdachtsfällen organisierter Schwarzarbeit im Abbruchgewerbe.

    Ermittlungen gegen 31 Beschuldigte – Schwerpunkt Bauunternehmen

    Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 31 Personen im Alter zwischen 21 und 61 Jahren, darunter 29 Männer und zwei Frauen. Im Fokus steht ein Bauunternehmen, das vorwiegend Abrissarbeiten durchführt und seit 2020 bundesweit Leistungen im Wert von rund 30 Millionen Euro erbracht haben soll. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, in erheblichem Umfang Löhne schwarz ausgezahlt zu haben.

    Verdacht auf Scheinrechnungen und Verschleierung von Schwarzlohnzahlungen

    Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Verantwortlichen des Bauunternehmens Scheinrechnungen sogenannter Servicefirmen genutzt haben, um Subunternehmerleistungen vorzutäuschen, die tatsächlich nicht erbracht wurden. Das Geld aus diesen Rechnungen sei bar abgehoben und zur Auszahlung von Schwarzlöhnen verwendet worden. Der Umfang der bisher ermittelten Scheinrechnungen beläuft sich auf über 12 Millionen Euro.

    Hoher Schaden für Sozialversicherungsträger und Fiskus

    Die Ermittlungen umfassen neben dem Bauunternehmen auch mehrere Personen, die an den Servicefirmen beteiligt sind. Der bisher ermittelte Gesamtschaden für die Sozialversicherungsträger und den Fiskus wird auf rund 7,8 Millionen Euro geschätzt.

    Vermögensarreste und Sicherstellung von Beweismaterial

    Im Zuge der Maßnahmen wurden vier Haftbefehle vollstreckt und Vermögensarreste in Höhe von rund 8,4 Millionen Euro angeordnet. Diese Arreste betreffen sowohl die privaten Vermögen der Beschuldigten als auch die ihrer Unternehmen. Bereits sichergestellte Vermögenswerte umfassen Bargeld im fünfstelligen Bereich sowie hochwertige Fahrzeuge.

    Weitere Funde und Feststellungen während der Durchsuchungen

    Während der Durchsuchungen wurden zudem Zufallsfunde gemacht, darunter Cannabis in nicht geringer Menge sowie Munition. Zudem wurde ein Fall des unerlaubten Aufenthalts festgestellt. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

    Beteiligte Behörden und weitere Vorgehensweise

    An der Aktion waren neben dem Hauptzollamt Frankfurt am Main auch Einsatzkräfte von zwölf weiteren Hauptzollämtern, die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sowie die Steuerfahndung Frankfurt am Main beteiligt. Die Ermittlungen werden gemeinsam mit der Steuerfahndungsstelle des Finanzamtes Frankfurt am Main fortgesetzt.

    Hintergrund zur Finanzkontrolle Schwarzarbeit

    Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls ist unter anderem für die Bekämpfung schwerer Formen organisierter Wirtschaftskriminalität zuständig. Dazu zählt der sogenannte Kettenbetrug, bei dem Servicefirmen als reine Rechnungsaussteller genutzt werden, um Geldflüsse zu verschleiern und Schwarzlohnzahlungen zu ermöglichen. Diese Praktiken schädigen nicht nur die Sozialkassen, sondern verzerren auch den Wettbewerb in der Baubranche.

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    Als Redaktionsmitglied von Blaulicht-Nachrichten.de berichte ich über Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten im regionalen und überregionalen Raum. Mein besonderes Interesse gilt der transparenten Aufarbeitung komplexer Einsatzlagen sowie der verständlichen Darstellung behördlicher Mitteilungen für die Öffentlichkeit. Sorgfalt, Quellenprüfung und journalistische Neutralität stehen für mich an erster Stelle.

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