Die Freiwillige Feuerwehr Kirch- und Klosterseelte hat bei ihrer Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag im Feuerwehrhaus Kirchseelte auf das Jahr 2025 zurückgeblickt. Ortsbrandmeister Matthias Wolpmann begrüßte neben den aktiven Einsatzkräften auch die Seniorenabteilung sowie zahlreiche Gäste aus Feuerwehr und Politik. Im Mittelpunkt standen der Jahresbericht, personelle Veränderungen, Ausbildungsschwerpunkte sowie Ehrungen und Beförderungen.
Ruhige Einsatzlage und besondere Einsätze
Das vergangene Jahr war aus Sicht der Feuerwehr insgesamt eher einsatzruhig. Insgesamt rückten die Einsatzkräfte zu 13 Einsätzen aus, darunter waren vier Brandeinsätze, vier technische Hilfeleistungen, zwei Alarmübungen und drei Verkehrssicherungen. Besonders hervorzuheben sind zwei Einsätze, die im Jahresbericht von Ortsbrandmeister Wolpmann genannt wurden: eine Gasausströmung in einem Wohngebäude sowie ein Einsatz mit einem automatisierten externen Defibrillator (AED) bei einem Atemstillstand. Letzterer verlief glücklicherweise ohne schwerwiegende Folgen. Auffällig war zudem, dass es 2025 keine wetterbedingten Einsätze gab.
Fokus auf Ausbildung und organisatorische Weiterentwicklung
Die vergleichsweise ruhige Einsatzlage wurde von der Wehr genutzt, um die Ausbildung zu intensivieren und die interne Organisation zu verbessern. Nach personellen Veränderungen im Ortskommando lag ein Schwerpunkt darauf, neue Strukturen zu festigen und die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft zu stärken. Ein besonderer Fokus wurde auf die Ausbildung im Umgang mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug LF 10 gelegt. Darüber hinaus wurden neue Ausrüstungsgegenstände eingeführt und Erste-Hilfe-Kenntnisse, insbesondere der Umgang mit dem AED, vertieft.
Ein weiterer Ausbildungsbereich war der Atemschutz. Atemschutzwart Nico Timke berichtete von 18 aktiven Atemschutzgeräteträgern. Im Verlauf des Jahres fanden zwei Übungen in der Atemschutzübungsanlage sowie eine Atemschutzübung auf Samtgemeindeebene statt. Zudem kam es zu einem Einsatz unter Atemschutz.
Vielfältige Aktivitäten und Kameradschaftspflege
Neben den Einsätzen und der Ausbildung wurde die Kameradschaft bei zahlreichen Veranstaltungen gepflegt. Zu den Highlights zählten das traditionelle Osterfeuer, eine Fahrradtour mit anschließendem Grillen, das Laternelaufen, die Kranzniederlegung am Volkstrauertag sowie die gemeinsame Weihnachtsfeier. Auch die Seniorenabteilung war bei den gesellschaftlichen Ereignissen aktiv vertreten.
Die Jugendfeuerwehr zeigte sich ebenfalls engagiert und beteiligte sich an verschiedenen Aktionen. Jugendfeuerwehrwart Martin Grubert berichtete unter anderem von der Tannenbaumsammelaktion, dem Osterfeuer und dem Zeltlager des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes in Delmenhorst. Die Jugendfeuerwehr unterstützte zudem die Kinderfeuerwehr beim Jubiläum der Feuerwehr Groß Ippener, wo sie die Kinderbetreuung übernahm.
Mitgliederentwicklung und Ehrungen
Der Personalbestand der Feuerwehr entwickelte sich positiv. Zum Jahresende zählte die Ortswehr 45 aktive Mitglieder, 13 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr sowie 13 Senioren, insgesamt also 71 Mitglieder. Besonders erfreulich war die Aufnahme neuer Mitglieder und die Gewinnung von Nachwuchskräften aus der Jugendfeuerwehr.
Ein besonderer Programmpunkt der Versammlung waren die Beförderungen und Ehrungen. Aufgrund einer neuen Feuerwehrverordnung wurden alle Mitglieder der Ortsfeuerwehr mit neuen Dienstgraden versehen. Samtgemeindebürgermeister Yves Nagel zeichnete zudem Ineke Weitfeld-Bölts für ihre 25-jährige Mitgliedschaft aus. Die Seniorenvertreter Helmut Hüneke und Walter Wulferding wurden mit einem Präsent aus ihren Ämtern verabschiedet.
Ausblick und Grußworte
In seinen Grußworten ging der stellvertretende Kreisbrandmeister Hendrik Behrens auf zahlreiche Veränderungen und Neuerungen innerhalb der Kreisfeuerwehr ein. Gemeindebrandmeister Nico Sparkuhl informierte über den aktuellen Stand des geplanten Neubaus des Feuerwehrhauses in Prinzhöfte und die bevorstehende Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 20 für die Ortsfeuerwehr Harpstedt. Außerdem kündigte er die Einführung einer neuen Uniform für das kommende Jahr an.
Ortsbrandmeister Wolpmann dankte abschließend allen Kameradinnen und Kameraden für ihr Engagement, ihre Disziplin und die gute Zusammenarbeit. Auch den Familien sprach er seinen Dank für die Unterstützung im Hintergrund aus.

