Am frühen Sonntagabend, gegen 19:15 Uhr, ereignete sich auf der Bahnstrecke zwischen Huntlosen und Sandkrug ein gefährlicher Zwischenfall. Zwei Jugendliche saßen auf den Gleisen, wodurch die Triebfahrzeugführerin einer NordWestBahn gezwungen war, eine Schnellbremsung einzuleiten, um eine Kollision zu vermeiden.
Gefährliche Situation auf den Gleisen
Die Triebfahrzeugführerin bemerkte die beiden Jugendlichen rechtzeitig und gab zunächst einen Achtungspfiff ab, um sie zu warnen. Trotz der Warnung mussten die Bremsen des Zuges voll beansprucht werden, um eine Kollision zu verhindern. Die Schnellbremsung führte dazu, dass der Zug zum Stillstand kam, Reisende wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt.
Flucht in das angrenzende Waldgebiet
Die beiden Jugendlichen verließen unmittelbar nach dem Stopp die Gleise und entfernten sich in das angrenzende Waldgebiet. Die Bundespolizei leitete umgehend Ermittlungen ein, um die Identität der Jugendlichen festzustellen und die Hintergründe des Vorfalls aufzuklären.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Durch die Schnellbremsung und die damit verbundenen Sicherungsmaßnahmen kam es zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr. Insgesamt summierten sich die Verspätungen mehrerer Züge auf 192 Minuten. Die Strecke zwischen Huntlosen und Sandkrug war während der Maßnahmen teilweise gesperrt, was zu weiteren Verzögerungen führte.
Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr
Die Bundespolizeiinspektion Oldenburg hat ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Zeugen, die Hinweise zu den unbekannten Jugendlichen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0441-218380 zu melden.
Warnung vor den Gefahren im Gleisbereich
Die Bundespolizei nutzt den Vorfall, um nochmals auf die erheblichen Gefahren hinzuweisen, die mit dem Aufenthalt auf Bahnanlagen verbunden sind. Das Betreten der Gleise ist verboten und lebensgefährlich. Neben der unmittelbaren Gefahr, von einem Zug erfasst zu werden, können auch durch vorbeifahrende Züge weggeschleuderte Schottersteine schwere Verletzungen verursachen.
Die Polizei betont, dass Züge sehr leise sind und oft erst spät wahrgenommen werden. Zudem ist der Bremsweg eines Zuges deutlich länger als bei Straßenfahrzeugen, was ein rechtzeitiges Anhalten bei Hindernissen erschwert.
Appell an Eltern und Erziehungsberechtigte
Eltern und Erziehungsberechtigte werden aufgefordert, mit ihren Kindern über die Gefahren auf und an Bahnanlagen zu sprechen. Es ist wichtig, Kinder darüber aufzuklären, welche Konsequenzen das Betreten von Gleisen haben kann, und darauf zu achten, wo sie ihre Freizeit verbringen.
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