Am Montag fanden in Garath mehrere angemeldete Versammlungen statt, die größtenteils ruhig verliefen. Während der Veranstaltungen kam es jedoch zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen in der Umgebung.
Zwischen 17:00 und 21:00 Uhr organisierten die Initiatoren des Bündnisses „Garath tolerant und weltoffen“ verschiedene Kundgebungen an mehreren Standorten. Der Hauptfokus lag auf dem Nikolaus-Groß-Platz vor dem Kulturhaus Süd. Zusätzlich gab es eine Versammlung im Bewegungspark Garath. Ein weiterer Aufzug führte vom Park-and-Ride-Parkplatz über die Koblenzer Straße bis in die Nähe des Bürgerzentrums auf der Frankfurter Straße, und eine Mahnwache wurde in der Nähe der S-Bahn-Haltestelle Garath auf der Fritz-Erler-Straße abgehalten.
Während der Versammlungen gab es vereinzelte Versuche, die von der Polizei errichteten Absperrungen zu überwinden, was den Einsatz von Pfefferspray zur Folge hatte. Die Hauptversammlung im Kulturhaus Süd, an der schätzungsweise 300 Personen teilnahmen, begann planmäßig und endete gegen 20:40 Uhr ohne nennenswerte Störungen. Der Gegenprotest wurde von der Polizei auf etwa 7.000 Teilnehmer geschätzt.
Insgesamt wurden bislang neun Strafanzeigen erstattet, unter anderem wegen Körperverletzung und Beleidigung. Vier Polizeibeamte erlitten leichte Verletzungen, und eine Person wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen.

