Am Donnerstag kam es in Warstein erneut zu zwei Betrugsfällen, bei denen Telefonbetrüger Senioren um ihr Geld brachten. Die Täter gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und nutzten die Angst der Opfer vor Einbrüchen in der Nachbarschaft aus, um an persönliche Bankdaten und Karten zu gelangen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt vor der Masche.
Betrug in der Waldenburger Straße
Gegen 13:00 Uhr wurde eine Seniorin in der Waldenburger Straße telefonisch von einem angeblichen Polizeibeamten kontaktiert. Unter dem Vorwand, es habe mehrere Einbrüche in der Nachbarschaft gegeben, wurde die Frau dazu gebracht, ihre Kontokarte und die dazugehörige PIN herauszugeben. Kurz darauf erschien ein Mann an der Wohnadresse, der die Bankkarte in Empfang nahm. Im Anschluss wurden 1.500 Euro vom Konto der Geschädigten abgehoben.
Ähnlicher Fall in Niederbergheim
Nur kurze Zeit später, gegen 14:00 Uhr, ereignete sich ein weiterer Betrugsfall in der Oberbergheimer Straße in Niederbergheim. Auch hier wurden Senioren telefonisch von falschen Polizeibeamten kontaktiert und dazu bewegt, ihre Bankkarten auszuhändigen. Anschließend wurden über 4.000 Euro vom Konto der Opfer abgehoben.
Beschreibung des Täters
In beiden Fällen wurde der falsche Polizeibeamte ähnlich beschrieben: männlich, etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, korpulent, mit kurzen schwarzen Haaren und schwarzer Kleidung. Die Polizei bittet Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 02921/91000 bei der Polizeiwache in Soest oder bei einer anderen Polizeidienststelle zu melden.
Polizei warnt vor Betrugsmaschen
Die Polizei warnt eindringlich vor derartigen Anrufen und gibt folgende Tipps, um sich vor Betrügern zu schützen:
- Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen und legen Sie im Zweifel einfach auf.
- Geben Sie keine persönlichen oder finanziellen Informationen am Telefon preis.
- Übergeben Sie niemals Geld, Bankkarten oder andere Wertsachen an unbekannte Personen.
- Die Polizei fordert niemals die Herausgabe von Vermögenswerten zur sogenannten „Sicherstellung“.
- Melden Sie verdächtige Anrufe oder Vorfälle der Polizei, auch wenn kein Schaden entstanden ist.
Aufklärung und Prävention
Besonders ältere Menschen sollten über diese Betrugsmaschen informiert und sensibilisiert werden. Angehörige, Nachbarn und Bekannte sind aufgerufen, ältere Mitbürger über die Gefahren aufzuklären und sie im Umgang mit solchen Telefonanrufen zu unterstützen.
Die Kreispolizeibehörde Soest hat die Ermittlungen zu den beiden Fällen übernommen und appelliert an die Bevölkerung, bei verdächtigen Anrufen wachsam zu sein und im Zweifel die Polizei zu kontaktieren.

