FW-HH: Berufswehr Hamburg muss Feuer- und Rettungswache wegen Asbestbelastung schließen

FW-HH: Berufswehr Hamburg muss Feuer- und Rettungswache wegen Asbestbelastung schließen, Hamburg (ots) – Hamburg Osdorf, 28.02.2020, 21.16 Uhr, Harderweg

Im Zuge einer laufenden Umbau- und Sanierungsmaßnahme an der Feuer- und
Rettungswache Osdorf im Harderweg ist die Verwendung asbesthaltige Baustoffe
vermutet worden. Die Wache der Berufsfeuerwehr Hamburg wurde Mitte der siebziger
Jahre erbaut und im Herbst 1979 fertiggestellt. Bei der Beprobung durch
Baustofffachleute wurde dieser Verdacht nun bestätigt und das Labor-Ergebnis der
Feuerwehr am Freitagabend übermittelt. In Absprache mit der Amtsleitung der
Feuerwehr Hamburg, dem Personalrat der Feuerwehr, den diensthabenden Kolleginnen
und Kollegen und Arbeitsschutzfachleuten der Feuerwehr ist dann vor Ort die
sofortige Räumung des Standorts besprochen worden. Durch die Unterstützung der
Bundeswehr am Standort Hamburg konnte unweit der Feuerwache, auf dem
nahegelegenen Gelände der Reichspräsident Ebert Kaserne, noch am Abend schnell
und unkompliziert ein temporärer Ausweichstandort für die rund 150 Einsatzkräfte
gefunden werden. Noch in der Nacht wurde die Verlegung der Einsatzkräfte mit
samt der Ausrüstung sowie der dort stationierten Fahrzeuge –
Einsatzleitfahrzeug, Hilfeleistungslöschfahrzeug, Drehleiter, Gerätewagen sowie
fünf Rettungswagen – veranlasst und umgesetzt. Unterstützt wurden die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hierbei durch zwei Logistikfahrzeuge und die
Freiwilligen Feuerwehren Eppendorf und Harburg, für die Energieversorgung und
Kommunikation. Der Amtsleiter der Feuerwehr Hamburg Dr. Christian Schwarz war
persönlich vor Ort um sich einen Eindruck von der Lage zu verschaffen und
betonte, dass diese Maßnahme aus Fürsorge für die Gesundheit der Kolleginnen und
Kollegen unabdingbar sei. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im
Einsatzrevier der Wache Osdorf ist jedoch zu keinem Zeitpunkt gefährdet, da
während des Umzuges ein Löschfahrzeug und Rettungswagen aus anderen
Einsatzgebieten durch Fremdbesetzung unterstützen. Der Brandschutz und die
medizinische Notfallversorgung sind auch vom temporären Standort in der Kaserne
jederzeit sichergestellt, betonte der Amtsleiter. Hierbei ist auch die
Unterstützung durch die ortsansässigen Freiwillige Feuerwehren ein wichtiger
Bestandteil.

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